… oder wie uns ein Bürgermeister einer 600 Seelen-Gemeinde veräppeln (vermarillen?) wollte.
Der Reihe nach: uns war aufgefallen, dass zwei unserer Einträge, die jeweils denselben Kandidaten betreffen, besonders häufig und besonders positiv “gevotet” wurden. Und kaum schaffte es ein anderer Eintrag an die Spitze des “Ranking”, dauerte es nur kurz und schon war die ursprüngliche Reihenfolge wieder hergestellt. Es handelt sich um die Einträge: Listenplatz (1): Zahlenspiel als Eselsbrücke und Marlboro Man vs. Train-Tommy. Vergleichbare “Posts” hatten deutlich weniger Bewertungen und deutlich schlechtere Bewertungen.
Erst waren wir stolz, dass wir Euch, liebe Leser, zum Mitmachen anregen konnten. Doch irgendwann wurde es uns suspekt und der Computerfuzzi im Redaktionsteam hat sich in die Tiefen der Datenbank verkrochen und Erstaunliches zutage gefördert:
- Diese beiden Artikel, in denen jeweils obgenannter 600-Äpfel-Bürgermeister vorkam, wurden weitaus am häufigsten bewertet (jeweils 50 Votings - Durchschnitt ist 20).
- Die Bewertungen erfolgten von einem anonymen Computer binnen kürzester Zeit, immer 5 Sterne, also die höchste Bewertung;
- Das Computersystem ist entweder ein Computer, der für diese Art von Voting anonymisiert ist, so dass dies erst möglich ist. Normalerweise ist es ja nicht möglich vom gleichen Computer mehrere Bewertungen abzugeben;
- Es kann natürlich auch sein, dass in einem Großraumbüro jemand von Computer zu Computer gehuscht ist, um die Höchstnote zu vergeben.
Unser Fazit: wir sind stolz, dass unserer Seite eine derart hohe Bedeutung im Kampf um die Wählerstimmen beigemessen wird, dass beinahe schon krampfhaft versucht wird, die Bewertung zu beeinflussen. Wahlmanipulation, wenn auch auf diesem niedrigem und dilettantischem Niveau, ist bislang wohl die skurrilste Blüte dieses Wahlkampfs. Ob der Kandidat selbst oder seine Entourage für diesen Fehltritt verantwortlich ist oder ob es sich gar um eine perfide Intrige der “Freunde” handelt, wissen wir nicht.

Wahlen in Simbabwe
Wir werden die Beiträge des betreffenden Kandidaten nicht abstellen - vielleicht kann er ja gar nix dafür - aber der Leser hat ein Recht auf einen Blick hinter die Kulissen! In Zukunft werden wir überlegen, ob solche Einträge nicht gänzlich zu löschen sind. Wir finden nämlich, dass unsere Leser nicht hinters Licht geführt werden sollten.
Und die Punkte dafür? Wir sagen nur: pfui, lieber Manipulator, KEINEN PUNKT für dich! Liebe Leser: Eure Bewertung und Kommentare sind nun besonders wichtig!